Enfernung des Hautkrebses

Behandlung von schwarzem Hautkrebs

Die wichtigste Therapieform ist die vollständige Exzision des Melanoms in einer klinischen Abteilung für Onkologie, deswegen, ohne auf einzelne Details solcher Operation draufzugehen, werden wir nur die wichtigsten Punkte der Therapie erläutern.

Bei der Exzision eines Melanoms mit der Dicke 1mm und <1mm wird nicht nur der Tumor selbst, sondern auch gesunde Gewebe mit dem Sicherheitsabstand 1cm entfernt. Bei der Dicke >1mm wird ein größerer Abstand genommen – 2-3 cm von den Tumorrändern. Bei einem Rückfall oder bei einem länger vorhandenen Melanom – 5cm. Eine große Bedeutung spielt dabei auch die Lokalisierung des Tumors. Ein Melanom im Gesicht kann nicht in diesem Umfang entfernt werden, wie es am Körper der Fall ist.

Wenn die Lymphknoten schon involviert sind, kann deren Exzision die Metastasierung aufhalten, wird die Lebensdauer des Patienten jedoch nicht verlängern. In einigen onkologischen Zentren wird die Exzision der Lymphknoten als Vorbeugungsmaßnahme durchgeführt, aber die Ergebnisse sind ziemlich kontrovers.

Bei der Exzision eines Melanoms mit dem hohen Grad der Malignisierung ohne Metastasen werden verschiedene Kombinationen von Chemo- und Immuntherapie verwendet. Das Melanom gehört zu den  Tumoren, die das Immunsystem betreffen und die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Remission ist höher, als bei anderen Tumoren.

Die Bildung von T-Zell-Infiltrat kann auf die Rergession des Melanoms hinweisen. Außerdem kann die Entwicklung von Vitiligo bei den Patienten mit einem malignen Melanom als ein gutes prognostisches Merkmal betrachtet werden, das einen Anfang der Entwicklung einer Immunantwort  auf Melanozyten, auch melignisierte Melanozyten, signalisiert. Es gibt eine Reihe von Ansätzen, die die Immunzellen dazu fordern, bösartige Melanozyten zu bekämpfen. Zum Beispiel, es ist bewiesen, dass unspezifische BCG-Immunstimulierung (Bacille Calmette-Guérin) oder Immunstimulierung durch Corinebacterium parvum zu einer bestimmten Regression des Tumors führt. Aber generell kann die Lebensdauer des Patienten und die Remission durch diese Methodik nicht verlängert werden.

Ein anderer Ansatz ist eine Kombination aus der Strahlentherapie und der Exzision mit lokaler Mikrowellen-Hyperthermie. Diese Methode verringert die Häufigkeit der Rückfälle, kann die Überlebenschancen jedoch nicht erhöhen.

Sehr hohe Dosierungen von Interferon alfa 2b, rekombinant, bei den Patienten mit einem Melanom erhöhen die 5-Jahresüberlebensraten von 37 auf 46%. Interferon verwendet man täglich intravenös im Laufe von 4 Wochen 20 Mio IE auf 1m2 der Hautfläche, dann subkutan 3 Mal pro Woche im Laufe des Jahres 10 Mio IE auf 1m2. Zu den Nachteilen dieser Therapie gehören hoher Preis und die Wahrscheinlichkeit der systemischen toxischen Effekten. Eine andere Art der Immuntherapie ist die T-Lymphozyten-Therapie (mit T-Lymphozyten wird der Tumor infiltriert). Dieser Ansatz wird erforscht.

Bei der Metastasierung wird intensive Strahlentherapie, Polychemotherapie, örtliche Chemoperfusion, Immuntherapie, Hyperthermie durchgeführt.

Es ist zu beachten, dass heutzutage keiner der obengenannten Ansätzen und Zytostatika-Therapien diese Krankheit vollständig auskurieren kann; sie sind ausschließlich palliativ. Nichtsdestotrotz kann die Exzision von isolierten Metastasen in inneren Organen in Kombination mit der Polychemotherapie die Zahl der Rückfälle verringern.

Die meist vorhersehbare Besonderheit eines malignen Melanoms ist seine Unvorhersehbarkeit. Trotz einer erfolgreich durchgeführten Therapie, muss man berücksichtigen, dass das Melanom in 8 und 10 Jahren wieder entstehen kann. Deshalb müssen alle Patienten, die wegen eines Melanoms operiert wurden, regelmäßig einen Onkologen besuchen, um einen Rückfall zu vermeiden. M. Wood und P. Bann empfehlen den Patienten  sich jedes halbe Jahr in den ersten 2 Jahren nach der Erkrankung einer ärztlichen Untersuchungen unterzuziehen. Bei dem höheren Rückfallrisiko sollten die Untersuchungen jede 3-4 Monate durchgeführt werden. Bei jeder Untersuchung sollen alle Organe und Systeme untersucht werden; Röntgenuntersuchungen sind 1-2 Mal pro Jahr durchzuführen, indikationsabhängig.


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